Frequency Hopping Spread Spectrum, FHSS (Frequenzsprungverfahren)
Frequency Hopping Spread Spectrum (FHSS) wechselt die Trägerfrequenz eines Signals nach einer Sender und Empfänger bekannten Folge schnell zwischen mehreren Kanälen. Das Verfahren wird in lizenzfreien Funksystemen eingesetzt, um Koexistenz und Widerstandsfähigkeit gegenüber schmalbandigen Störungen zu verbessern.
Anwendungsbereich
FHSS-Geräte unterliegen marktspezifischen Vorschriften. Beispiele sind die Frequenzbereiche 902–928 MHz und 2400–2483,5 MHz in den USA und Kanada; europäische Geräte sind anhand der anwendbaren ETSI-Norm und Frequenzzuweisung zu bewerten.
USA: 47 CFR §15.247
902–928 MHz, 20-dB-Bandbreite unter 250 kHz: Mindestens 50 Sprungkanäle; bis zu 1 W leitungsgebundene Ausgangsleistung.
902–928 MHz, 20-dB-Bandbreite von 250 kHz bis zur Höchstgrenze von 500 kHz: Mindestens 25 Sprungkanäle; bei 25–49 Kanälen ist die leitungsgebundene Ausgangsleistung auf 0,25 W begrenzt.
2400–2483,5 MHz: Mindestens 15 Sprungkanäle. Mindestens 75 nicht überlappende Kanäle erlauben bis zu 1 W; bei 15–74 Kanälen gilt eine Grenze von 0,125 W.
Kanalabstand: Mindestens 25 kHz oder die volle 20-dB-Bandbreite. Im 2,4-GHz-Band dürfen Systeme mit höchstens 125 mW alternativ 25 kHz oder zwei Drittel der 20-dB-Bandbreite verwenden.
Kanada: ISED RSS-247
ISED RSS-247 ist ein eigenständiges kanadisches Regelwerk und darf nicht mit FCC §15.247 gleichgesetzt werden. Kanalzahl, Bandbreite und Leistungsgrenzen sind für das konkrete System anhand der anwendbaren RSS-247-Bestimmungen zu bestimmen.
Zertifizierung und Prüfung
Die Prüfung ist marktspezifisch und kann Sprungkanalzahl, Kanalabstand, Verweildauer, Ausgangsleistung und unerwünschte Aussendungen umfassen. Je nach Markt kommen FCC Equipment Certification, ISED-Zertifizierung oder eine EU-Konformitätsbewertung nach RED und der anwendbaren harmonisierten Norm infrage.
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Autor: IBL-Editors Team
Technische Überprüfung: Daniel Lenhardt - CEO & Owner | IB-Lenhardt AG Feedback zu diesem Artikel geben