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Automated Frequency Coordination (AFC)

Die automatische Frequenzkoordination (Automated Frequency Coordination, AFC) ist ein Verfahren zur dynamischen Frequenzzuweisung im 6-GHz-Band. Es stellt sicher, dass funkbasierte Geräte ohne Lizenz nur solche Frequenzen nutzen, die keine lizenzierten Funkdienste stören. AFC ist in bestimmten Regionen eine regulatorische Anforderung für Standardleistungsgeräte im Außenbereich, insbesondere in den U-NII-5- und U-NII-7-Teilbändern.

Anwendungsbereich

AFC gilt für folgende Einsatzszenarien:

  • Wi-Fi-6E- und Wi-Fi-7-Zugangspunkte mit Standard-Sendeleistung

  • Feste und Außeninstallationen von WLAN im 6-GHz-Bereich

  • Märkte mit koordinierter Spektrumsverwaltung (z. B. FCC in den USA)

Nicht betroffen sind Geräte mit niedriger Leistung für den Innenbereich (Low Power Indoor, LPI) oder sehr niedriger Leistung (Very Low Power, VLP), die auf Indoor- oder Kurzstreckenbetrieb beschränkt sind.

Regulatorischer Hintergrund

Vereinigte Staaten (FCC)

  • AFC ist erforderlich für Standardleistungsgeräte in:

    • U-NII-5 (5925–6425 MHz)

    • U-NII-7 (6525–6875 MHz)

  • Grundlage ist der FCC Report & Order 20-51

  • Geräte müssen vor dem Betrieb eine Anfrage an ein zugelassenes AFC-System senden

Europa

  • ETSI EN 303 687 gilt für Low Power Indoor (LPI) und Very Low Power (VLP) im Bereich 5945–6425 MHz; Standardleistungsbetrieb mit AFC ist darin nicht definiert.

  • Europäische Anforderungen sind daher getrennt vom AFC-Regelwerk der FCC zu bewerten.

Funktionsweise

  1. Positionsbasierte Anfrage:
    Das Gerät sendet Geokoordinaten, technische Parameter und Gerätetyp an eine zugelassene AFC-Datenbank.

  2. Frequenzzuweisung:
    Das AFC-System antwortet mit zulässigen Frequenzen und maximalen Sendeleistungen auf Basis lokaler Nutzung (z. B. Richtfunkverbindungen).

  3. Verpflichtende Umsetzung:
    Das Gerät muss innerhalb der zugewiesenen Parameter arbeiten.

Zielsetzung und Vorteile

  • Schutz lizenzierter Dienste:
    AFC verhindert Störungen von Richtfunkverbindungen, Satellitenverbindungen und anderen lizenzierten Diensten.

  • Höhere Sendeleistung:
    Im Gegensatz zu LPI-Geräten dürfen AFC-gesteuerte Geräte mit höherer Leistung im Außenbereich arbeiten.

  • Dynamisch und skalierbar:
    AFC reagiert auf die aktuelle Spektrumsbelegung und ermöglicht großflächige, unlizenzierte Nutzung.

Überprüft und aktualisiert am 17. September 2026
Autor: IBL-Editors Team
Technische Überprüfung: Daniel Lenhardt - CEO & Owner | IB-Lenhardt AG
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