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Transmit Power Control (TPC)

Transmit Power Control (TPC) passt die Sendeleistung eines Geräts dynamisch an das für eine zuverlässige Kommunikation erforderliche Niveau an. Ob TPC vorgeschrieben ist und welche Leistungsgrenzen gelten, hängt vom Zielmarkt und vom jeweiligen Frequenzbereich ab.

Anwendungsbereich und regulatorische Anforderungen

  • Europäische Union: ETSI EN 301 893 V2.2.1 legt TPC-Anforderungen für 5-GHz-RLAN-Geräte in ihrem Anwendungsbereich fest.

  • USA: 47 CFR §15.407 enthält die anwendbaren Anforderungen an Leistungsregelung und Betrieb von U-NII-Geräten.

  • Kanada: ISED RSS-247 enthält die kanadischen Anforderungen für lizenzfreie RLAN-Geräte.

U-NII ist eine in den USA und Kanada verwendete Bezeichnung. Europäische Anforderungen werden anhand von Frequenzbereichen und ETSI-Teilbändern beschrieben.

Technische Anforderungen nach EN 301 893

Die Auswirkung von TPC ist teilbandabhängig:

  • Teilband 1: Mit und ohne TPC gelten dieselben Leistungsgrenzen; für Geräte ohne TPC gibt es keine allgemeine Absenkung um 3 dB.

  • Teilbänder 2 und 3 sowie Teilband 4 nach Anhang B: Geräte ohne TPC unterliegen Leistungsgrenzen, die 3 dB unter den entsprechenden Grenzen für Geräte mit TPC liegen.

  • TPC-Regelbereich: Bei implementierter TPC muss die niedrigste verfügbare Leistungsstufe mindestens 6 dB unter der maximalen Leistungsstufe liegen.

Prüfung und Konformität

Für die Prüfung sind die Anforderungen des Zielmarkts, Frequenzbereichs und der Gerätekonfiguration maßgeblich. Typischerweise werden das Verhalten der Leistungsregelung, die maximale EIRP und der verfügbare TPC-Regelbereich geprüft. TPC ergänzt außerdem die dynamische Frequenzwahl (DFS), soweit beide Funktionen anzuwenden sind.

Überprüft und aktualisiert am 17. September 2026
Autor: IBL-Editors Team
Technische Überprüfung: Daniel Lenhardt - CEO & Owner | IB-Lenhardt AG
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