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ANATEL für Short-Range-Devices (SRD)

Kurzübersicht

Short-Range-Devices im Überblick

Bluetooth, Wi-Fi, Zigbee und Ultra-Wideband (UWB) werden in Unterhaltungselektronik, Industrie und Fahrzeugen eingesetzt. In Brasilien gelten dafür die ANATEL-Vorgaben für Funkanlagen mit eingeschränkter Strahlung (equipamentos de radiação restrita). Produkte für den brasilianischen Markt benötigen eine Konformitätsbewertung und ANATEL-Zulassung.

Die Anforderungen richten sich nach Produktart, Frequenzbereichen und Verwendungszweck. Die folgenden Abschnitte erläutern:

  • Prüfung und Zertifizierung

  • Frequenzbereiche und technische Anforderungen

  • Kennzeichnung

  • Integration und Anwendungskontexte

Frequenzbereiche und regulatorische Grundlagen

Typische Frequenzbereiche

Regulatorische Grundlagen

  • Ato nº 14448/2017: Technische Anforderungen für Funkanlagen mit eingeschränkter Strahlung

  • Ato nº 14158/2025: Aktualisiert die 5-GHz-Anforderungen und weitere Vorgaben für Funkanlagen mit eingeschränkter Strahlung

  • Resolução nº 715/2019: Verfahren zur Konformitätsbewertung

  • Ato nº 423/2022: Ändert UWB-Grenzwerte und ergänzt Bedingungen für den Betrieb in Fahrzeugen

Prüfung und Zertifizierung

Für den kommerziellen Marktzugang bestätigt eine benannte Zertifizierungsstelle (OCD) das Zertifizierungsmodell für die Produktart und legt den Prüfumfang fest. Die Laborauswahl folgt den ANATEL-Regeln zu Anerkennung und Priorität, einschließlich der Bedingungen für Labore im Ausland.

Je nach Produkt und Betriebsart können folgende Prüfungen erforderlich sein:

Die OCD prüft vorhandene FCC- oder CE-Prüfberichte auf Vereinbarkeit mit den brasilianischen Anforderungen und den geltenden Laborregeln.

Bewertung nach Anwendung

Zertifizierungsmodell und Nachbewertung richten sich nach der Produktart. Typische Prüfpunkte sind:

Gerätetyp Details
Bluetooth-Lautsprecher Bewertungsfokus: Konfiguration des Endprodukts
Hinweise: HF, EMV und anwendbare Sicherheitsprüfungen
Eingebettetes BLE-Modul Bewertungsfokus: Modul- und Host-Integration
Hinweise: Antenne, Installation und HF-Exposition
Wi-Fi-Router (Dual-Band) Bewertungsfokus: Frequenzbereiche und Betriebsarten
Hinweise: Bandabhängige HF-Prüfungen; DFS, soweit anwendbar
Wi-Fi-Modul im eingebetteten Gerät Bewertungsfokus: Konfiguration des Hosts
Hinweise: Antenne, Stromversorgung und Verwendungszweck
Zigbee-Sensor (Industrie) Bewertungsfokus: Installierte Konfiguration
Hinweise: HF, EMV und anwendbare Sicherheitsprüfungen
Gerätetyp Bewertungsfokus Hinweise
Bluetooth-Lautsprecher Konfiguration des Endprodukts HF, EMV und anwendbare Sicherheitsprüfungen
Eingebettetes BLE-Modul Modul- und Host-Integration Antenne, Installation und HF-Exposition
Wi-Fi-Router (Dual-Band) Frequenzbereiche und Betriebsarten Bandabhängige HF-Prüfungen; DFS, soweit anwendbar
Wi-Fi-Modul im eingebetteten Gerät Konfiguration des Hosts Antenne, Stromversorgung und Verwendungszweck
Zigbee-Sensor (Industrie) Installierte Konfiguration HF, EMV und anwendbare Sicherheitsprüfungen

Frequenzen und Signalmerkmale

Frequenzbereiche und Signalarten nach Technologie:

Technologie Details
Bluetooth Frequenzbereich: 2400–2483,5 MHz
Signalmerkmale: BLE: GFSK
Classic: π/4-DQPSK, 8DPSK
Wi-Fi Frequenzbereich: 2,4 GHz, 5 GHz, 6 GHz
Signalmerkmale: OFDM, DSSS (je nach Standard)
Zigbee Frequenzbereich: 2400–2483,5 MHz
Signalmerkmale: O-QPSK
UWB Frequenzbereich: 3100–3300 MHz, 3700–10 600 MHz
Signalmerkmale: Breitbandige Aussendungen (siehe UWB-Abschnitt)
Technologie Frequenzbereich Signalmerkmale
Bluetooth 2400–2483,5 MHz BLE: GFSK
Classic: π/4-DQPSK, 8DPSK
Wi-Fi 2,4 GHz, 5 GHz, 6 GHz OFDM, DSSS (je nach Standard)
Zigbee 2400–2483,5 MHz O-QPSK
UWB 3100–3300 MHz, 3700–10 600 MHz Breitbandige Aussendungen (siehe UWB-Abschnitt)

Prüfung und Kennzeichnung nach Technologie

Ausgewählte HF-Prüfungen nach Ato nº 14448/2017 und produktbezogene Kennzeichnungsvorgaben:

Technologie Details
Bluetooth HF-Grundlage: Abschnitt 10
Prüfanforderungen: HF-Ausgangsleistung, Frequenzsprungverhalten1, EMV; SAR/Sicherheit, soweit anwendbar
Kennzeichnung: Produktkennzeichnung; Handbuch oder E-Label, soweit zulässig
Wi-Fi HF-Grundlage: Abschnitte 10–11
Prüfanforderungen: HF-Prüfungen, bandabhängiges DFS2, EMV und anwendbare Sicherheit
Kennzeichnung: Kennzeichnung nach Bauform und zulässigen Ausnahmen3
Zigbee HF-Grundlage: Abschnitt 10
Prüfanforderungen: HF-Ausgangsleistung, Störaussendungen, EMV
Kennzeichnung: Produktkennzeichnung; Kennzeichnung im Handbuch nur, soweit zulässig4
UWB HF-Grundlage: Abschnitt 19
Prüfanforderungen: Aussendungen, Bandbreite5, EMV
Kennzeichnung: Anwendbare Kennzeichnung; E-Label, soweit zulässig
Technologie HF-Grundlage Prüfanforderungen Kennzeichnung
Bluetooth Abschnitt 10 HF-Ausgangsleistung, Frequenzsprungverhalten1, EMV; SAR/Sicherheit, soweit anwendbar Produktkennzeichnung; Handbuch oder E-Label, soweit zulässig
Wi-Fi Abschnitte 10–11 HF-Prüfungen, bandabhängiges DFS2, EMV und anwendbare Sicherheit Kennzeichnung nach Bauform und zulässigen Ausnahmen3
Zigbee Abschnitt 10 HF-Ausgangsleistung, Störaussendungen, EMV Produktkennzeichnung; Kennzeichnung im Handbuch nur, soweit zulässig4
UWB Abschnitt 19 Aussendungen, Bandbreite5, EMV Anwendbare Kennzeichnung; E-Label, soweit zulässig

Hinweise:

1 Vorgaben zum Frequenzsprungverhalten gelten für Betriebsarten mit Frequenzsprungverfahren. Für andere Betriebsarten gelten die entsprechenden Regeln zur digitalen Modulation.

2 DFS gilt in 5250–5350 MHz und 5470–5725 MHz. TPC oder die zulässige reduzierte EIRP gilt in 5150–5350 MHz und 5470–5725 MHz. Bei 6 GHz dürfen APs, untergeordnete APs und Clients nur im Innenbereich betrieben werden; Clients stehen dabei unter AP-Kontrolle. VLP-Geräte dürfen auch im Außenbereich betrieben werden.

3 Die physische Kennzeichnung gehört auf einen nicht abnehmbaren, ohne Werkzeug zugänglichen Teil, sofern keine zulässige Ausnahme oder ein E-Label angewendet wird.

4 Stimmen Sie bei eingebetteten Modulen den Bewertungsumfang und die Kennzeichnungsart für die vorgesehene Integration mit der OCD ab.

5 UWB-Bandbreiten- und Emissionsvorgaben richten sich nach Definition und Anwendung in Abschnitt 19 des Ato nº 14448/2017. Für Fahrzeugsysteme gelten zusätzliche Bedingungen nach Abschnitt 19.2.

Bandbreite und Stichtage

Für digital modulierte SRD, die nach Abschnitt 10.3.4 des Ato nº 14448/2017 bewertet werden, gelten zwei Stichtage:

  • 6. April 2026: Die alternative Messmethode verlangt, dass die Leistung außerhalb des Betriebsbands in jeder 100-kHz-Bandbreite mindestens 30 dB unter der maximalen Leistung innerhalb einer 100-kHz-Bandbreite im Betriebsband liegt.

  • 6. Oktober 2026: Mit der Aufhebung der Ausnahme in Abschnitt 10.3.4.4 gilt für diese Geräte die bestehende Mindestbandbreite von 500 kHz bei 6 dB.

Betroffen sind die Frequenzbereiche 902–907,5 MHz, 915–928 MHz, 2400–2483,5 MHz und 5725–5850 MHz.

Die Übergangsregel ist auf die Änderungen nach Artikel 19 des Ato nº 14158/2025 in der Fassung des Ato nº 4746/2026 begrenzt. Für Produkte, die bis zum jeweiligen Stichtag homologiert wurden, können bei der Aufrechterhaltung ihrer Zertifizierung die bisherigen Anforderungen weitergelten.

→ Siehe: ANATEL: 6 dB Bandwidth Exemption to End on October 6, 2026

Bluetooth-Zulassung (ANATEL)

Bluetooth Classic (BR/EDR) und Low Energy (LE) werden in Lautsprechern, Wearables und eingebetteten Modulen eingesetzt. Die brasilianischen HF-Anforderungen gelten für die unterstützten Betriebsarten im Band 2400–2483,5 MHz.

Prüfen Sie die unterstützten Bluetooth-Betriebsarten auf:

  • HF-Ausgangsleistung, Bandbreite und Störaussendungen

  • Frequenzsprungverhalten bei Betriebsarten mit Frequenzsprungverfahren

  • EMV sowie SAR und Sicherheit, soweit anwendbar

Es gelten produktspezifische Anforderungen an Zertifizierung und Nachbewertung. Stimmen Sie Antenne, vorgesehene Integration und Kennzeichnungsart mit der OCD ab.

Die Tabellen oben fassen ausgewählte Prüfungen und Kennzeichnungsvorgaben zusammen.

Eine internationale Übersicht bietet die Technologieseite Bluetooth.

UWB-Zulassung (ANATEL)

Die UWB-Anforderungen von ANATEL erfassen medizinische Bildgebungssysteme, Indoor-Geräte und portable Geräte. Ato nº 423/2022 hat die Emissionsgrenzwerte geändert und Bedingungen für Systeme innerhalb von Landfahrzeugen ergänzt.

Als UWB gelten nach Abschnitt 19.1 Systeme mit mindestens 20 % relativer Bandbreite oder mit mindestens 500 MHz Bandbreite zwischen den 10-dB-Punkten unter dem Trägerspitzenwert. Das 500-MHz-Kriterium gilt unabhängig von der relativen Bandbreite.

UWB-Produkte für Brasilien müssen:

  • Die anwendbaren Frequenzbereiche und Emissionsgrenzwerte aus Tabelle XIV des Ato nº 14448/2017 einhalten

  • Die Grenzwerte für mittlere und Spitzen-EIRP sowie für Außerband- und Störaussendungen einhalten

  • Bei UWB-Systemen innerhalb von Landfahrzeugen in 3100–3300 MHz und 3700–10 600 MHz die Grenzwerte für portable Geräte einhalten und nur bei Kommunikation mit portablen Geräten desselben Systems senden

Klären Sie die vorgesehene Anwendung und Installation mit der OCD. → Siehe auch: Ultra-Wideband – Technologie & Konformität

Wi-Fi-Zulassung (ANATEL)

Wi-Fi-Geräte müssen in Brasilien die Anforderungen für ihre Frequenzbereiche, Produktart und vorgesehene Nutzung erfüllen. Dazu gehören HF-Grenzwerte, anwendbare DFS-/TPC-Bedingungen und die Konformitätsbewertung.

Wi-Fi-Produkte für Brasilien müssen:

  • Zulässige Kanäle in den unterstützten 2,4-, 5- und 6-GHz-Bändern verwenden

  • Bandabhängige DFS-/TPC-Bedingungen erfüllen, einschließlich der zulässigen Alternative mit reduzierter EIRP

  • HF-Parameter für den Betrieb in Brasilien konfigurieren

Die oben beschriebenen allgemeinen Anforderungen an Prüfung, Laborauswahl, Zertifizierung und Nachbewertung gelten ebenfalls.

Ato nº 14448/2017 in der durch Ato nº 14158/2025 geänderten Fassung legt die anwendbaren 5-GHz-Grenzwerte und DFS-/TPC-Bedingungen fest.

Wi-Fi-Frequenznutzung in Brasilien

Wi-Fi-Geräte nutzen mehrere Frequenzbereiche mit jeweils eigenen Vorgaben und Leistungsgrenzen. Die Werte unten unterscheiden, soweit erforderlich, zwischen leitungsgeführter Ausgangsleistung und EIRP. Weitere Grenzwerte können von Gerätetyp, Antennengewinn, spektraler Leistungsdichte, Kanalbandbreite und Betriebsbedingungen abhängen.

Band / Frequenzbereich Details
2,4 GHz Frequenzbereich: 2400–2483,5 MHz
Maximale Leistung: Bis zu 1 W leitungsgeführte Ausgangsleistung
Regulatorische Hinweise: Spread-Spectrum oder OFDM; Grenzwerte für Antennengewinn und spektrale Leistungsdichte beachten
5 GHz (U-NII-1) Frequenzbereich: 5150–5250 MHz
Maximale Leistung: Access Points: 1 W leitungsgeführt; Clients: 250 mW leitungsgeführt
Regulatorische Hinweise: DFS optional; TPC oder reduzierte EIRP; Grenzwerte für Antennengewinn und spektrale Leistungsdichte beachten
5 GHz (U-NII-2A) Frequenzbereich: 5250–5350 MHz
Maximale Leistung: Bis zu 250 mW leitungsgeführte Ausgangsleistung
Regulatorische Hinweise: DFS erforderlich; TPC oder reduzierte EIRP; Bandbreiten- und Spektraldichtegrenzen beachten
5 GHz (U-NII-2C) Frequenzbereich: 5470–5725 MHz
Maximale Leistung: Bis zu 250 mW leitungsgeführte Ausgangsleistung
Regulatorische Hinweise: DFS erforderlich; TPC oder reduzierte EIRP; Bandbreiten- und Spektraldichtegrenzen beachten
5 GHz (U-NII-3) Frequenzbereich: 5725–5850 MHz
Maximale Leistung: Bis zu 1 W leitungsgeführte Ausgangsleistung
Regulatorische Hinweise: Außenbetrieb zulässig; kein DFS erforderlich; Grenzwerte für Antennengewinn und spektrale Leistungsdichte beachten
6 GHz Frequenzbereich: 5925–7125 MHz
Maximale mittlere EIRP: Indoor Access Points: 1 W; Clients: 250 mW; VLP-Geräte: 50 mW
Regulatorische Hinweise: Indoor-APs, untergeordnete APs und Clients: nur Innenbetrieb; Clients unter AP-Kontrolle. VLP: innen/außen. Standard Power/AFC nicht zugelassen.
Band Frequenzbereich Maximale Leistung Regulatorische Hinweise
2,4 GHz 2400–2483,5 MHz Bis zu 1 W leitungsgeführte Ausgangsleistung Spread-Spectrum oder OFDM; Grenzwerte für Antennengewinn und spektrale Leistungsdichte beachten
5 GHz (U-NII-1) 5150–5250 MHz Access Points: 1 W leitungsgeführt; Clients: 250 mW leitungsgeführt DFS optional; TPC oder reduzierte EIRP; Grenzwerte für Antennengewinn und spektrale Leistungsdichte beachten
5 GHz (U-NII-2A) 5250–5350 MHz Bis zu 250 mW leitungsgeführte Ausgangsleistung DFS erforderlich; TPC oder reduzierte EIRP; Bandbreiten- und Spektraldichtegrenzen beachten
5 GHz (U-NII-2C) 5470–5725 MHz Bis zu 250 mW leitungsgeführte Ausgangsleistung DFS erforderlich; TPC oder reduzierte EIRP; Bandbreiten- und Spektraldichtegrenzen beachten
5 GHz (U-NII-3) 5725–5850 MHz Bis zu 1 W leitungsgeführte Ausgangsleistung Außenbetrieb zulässig; kein DFS erforderlich; Grenzwerte für Antennengewinn und spektrale Leistungsdichte beachten
6 GHz 5925–7125 MHz Maximale mittlere EIRP: Indoor-AP: 1 W; Client: 250 mW; VLP: 50 mW Indoor-APs, untergeordnete APs und Clients: nur Innenbetrieb; Clients unter AP-Kontrolle. VLP: innen/außen. Standard Power/AFC nicht zugelassen.

Regulatorische Anforderungen:

Konfigurieren Sie Geräte für die in Brasilien zulässigen Kanäle, Leistungswerte und Betriebsarten. Wenden Sie die jeweiligen DFS-/TPC-Bedingungen und gegebenenfalls die zulässige Alternative mit reduzierter EIRP an.


Begriffsdefinitionen:

  1. EIRP – äquivalente isotrope Strahlungsleistung
  2. DFS – Dynamic Frequency Selection
  3. TPC – Transmit Power Control
  4. AFC – Automated Frequency Coordination
  5. VLP – Very Low Power

Hinweise:

  • U-NII-Bänder: U-NII-1, U-NII-2A, U-NII-2C und U-NII-3 sind international verwendete Bezeichnungen für 5-GHz-Teilbänder. Maßgeblich sind die von ANATEL festgelegten Frequenzbereiche und Betriebsbedingungen.
  • Leistungsgrenzwerte: Die Werte entsprechen den durch Ato nº 14158/2025 eingeführten oder konsolidierten Anforderungen und den anwendbaren Bestimmungen des Ato nº 14448/2017. Grenzwerte hängen von Gerätetyp, Antennengewinn, leitungsgeführter Ausgangsleistung, EIRP, spektraler Leistungsdichte, Kanalbandbreite und genutztem Teilband ab.
  • TPC: Für Geräte in 5150–5350 MHz und 5470–5725 MHz muss TPC eine Leistungsreduzierung von mindestens 6 dB gegenüber einer mittleren EIRP von 30 dBm ermöglichen. Ohne TPC gilt eine mittlere EIRP von höchstens 27 dBm (500 mW).
  • 6 GHz: Indoor-APs, untergeordnete APs und Clients sind auf den Innenbereich beschränkt. Die mittlere EIRP ist auf 30 dBm für APs, 24 dBm für Clients und 17 dBm für VLP-Geräte begrenzt.

→ Informationen zur internationalen WLAN-Frequenznutzung, zu Prüfmethoden und zur regulatorischen Koordinierung bietet unsere Übersicht WLAN/Wi-Fi – Technologie und Compliance.

Kennzeichnung für SRD

Die zwölfstellige Homologationsnummer folgt dem Format HHHHH-AA-FFFFF, zum Beispiel 12345-24-09876. Wählen Sie die Kennzeichnungsart nach Ato nº 4088/2020 passend zur Bauform.

Kennzeichnungsarten

Möglich sind unter anderem:

  • ANATEL-Siegel mit Logo und Homologationsnummer

  • „ANATEL“, gefolgt von der Homologationsnummer

  • Elektronische Kennzeichnung, soweit zulässig

Physische Kennzeichnung

  • Während der gesamten Nutzungsdauer lesbar und dauerhaft

  • Auf einem nicht abnehmbaren Teil des Produkts

  • Ohne Werkzeug zugänglich

Alternative Methoden

  • Kennzeichnung im Benutzerhandbuch nur unter den zulässigen Ausnahmebedingungen

  • E-Label bei integriertem Display oder Betrieb mit einem Displaygerät, unter Einhaltung der Zugangs- und Integritätsvorgaben

  • Verpackungskennzeichnung, soweit nach dem Kennzeichnungsverfahren erforderlich

Details zur Umsetzung einschließlich E-Label finden Sie auf der Seite ANATEL-Kennzeichnung.

Anwendungen und Integration

Verwendungszweck und Integration bestimmen den Bewertungsumfang und die Kennzeichnungsart. Typische Prüfpunkte sind:

1. Consumer-Geräte

Beispiele: Bluetooth-Lautsprecher, Wi-Fi-Access-Points, batteriebetriebene IoT-Geräte

  • Physische Kennzeichnung auf einem nicht abnehmbaren, ohne Werkzeug zugänglichen Teil anbringen

  • Elektrische Sicherheit und Batteriesicherheit bewerten, soweit anwendbar

  • HF-Exposition und SAR für die vorgesehene Nutzung bewerten, soweit anwendbar

  • Erforderliche Anleitungen und Warnhinweise für den brasilianischen Markt vorbereiten

2. Fahrzeugintegration

Beispiele: BLE-Gateway-Modul, 5-GHz-Wi-Fi im Infotainmentsystem

  • Kennzeichnungsart und mögliche Ausnahmen mit der OCD klären

  • Installation, Antenne und Betriebskonfiguration festlegen

  • HF-Exposition für das installierte System bewerten, soweit anwendbar

  • DFS-/TPC-Bedingungen anwenden, soweit für das genutzte Teilband vorgesehen

3. Eingebettete OEM-Module

Beispiele: Zigbee-Sensor im HLK-System, BLE-Chip im Medizingerät, Wi-Fi-Modul in einer Industriesteuerung

  • Modul- und Host-Konfiguration mit der OCD bewerten

  • Antenne, Stromversorgung und Verwendungszweck dokumentieren

  • Zertifizierungsumfang für das integrierte Produkt klären

  • Zulässige Kennzeichnungsart verwenden und, soweit erforderlich, auf das enthaltene ANATEL-zugelassene Produkt mit seiner Homologationsnummer hinweisen

Besondere Konstellationen

Firmware-Konfiguration

Konfigurieren Sie die HF-Einstellungen für die in Brasilien zulässigen Frequenzbereiche, Leistungswerte und Betriebsarten. Dokumentieren Sie die unterstützten Betriebsarten sowie die Einstellmöglichkeiten und deren Beschränkungen, damit die OCD die Konformität bewerten kann.

Kombinierte Geräte, zum Beispiel Wi-Fi + Bluetooth

Die Bewertung muss die unterstützten Funktechnologien und Betriebskombinationen abdecken. Stimmen Sie Prüfumfang und Zertifizierungsweg für das integrierte Produkt mit der OCD ab.

Software-, Firmware- und Produktänderungen

Melden Sie bei zertifizierten Produkten Änderungen an Bauart, Fertigungsverfahren, Software oder Firmware nach den produktspezifischen Regeln an die zuständige OCD. Die OCD bewertet die Auswirkungen auf alle anwendbaren Anforderungen und klärt, ob weitere Prüfungen, Unterlagen oder Zertifikatsanpassungen erforderlich sind.

Weiterführende Informationen und Services

Informationen zu Zertifizierungswegen, Unterlagen und weiteren Anforderungen finden Sie hier:

Benötigen Sie Unterstützung? Wir unterstützen Sie bei Prüfung, Zertifizierung und Dokumentation von SRD für Brasilien. → Kontaktieren Sie uns.

Ausgewählte amtliche Quellen

Portugiesische Originaltexte, zuletzt geprüft am 21. Oktober 2026:

Überprüft und aktualisiert am 28. Oktober 2026
Autor: IBL-Editors Team
Technische Überprüfung: Keshia Bauer - Certification Specialist | IB-Lenhardt AG
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